„Kalle Kalima kann lärmen, mit gebündelter Energie und Soundbewusster Übersicht, er hat die Eigenheiten der Heroen seiner Zunft von John Scofield bis Bill Frisell verinnerlicht und als Motivinventar präsent. Kompositionen wie „FC Tango Wuppertal“ kokettieren mit der skurrilen Liebe seiner Landsleute für die einst argentinische Klangmode, extreme dynamik-, tempo-, und Stilgegendsätze knüpfen an die von der Free-Ära frei geschaufelte Offenheit des postmodernen Jazz-Allerleis an. Genau genommen ist seine Musik ein großes Durcheinander der Optionen des Ausdrucks, aber es franst nicht zur Beliebigkeit aus, sondern verwandelt sich in ein sehr persönliches System der künstlerischen Kommentare.“(Ralf Dombrowski, Süddeutsche Zeitung 2.2.08) „Der skurrile, derbe Witz, der den in Berlin lebenden finnische Gitarrist (Johnna La Marama, Carlos Bica, Chris Dahlgren) sonst aufzeichnet, hält auf seinem Solo-Album „Chasing Yellow“ über weite Strecken zurück. Humorfrei bleibt sein Werk natürlich dennoch nicht (man höre etwa das furiose Titelstück). Uns ansatzweise verrückt ist es auch („Balkanismus“). Im Trio mit dem Bassisten Oliver Potratz (Carsten Daerr Trio, Berlin Calling) und dem Schlagzeuger Oliver Steidle (Der Rote Bereich, Aki Takase) entwickelt Kalle Kalima dichte, kompakte Stücke, die mal auf Funk, mal auf Tango, auf Rock oder Country basieren. Mit ungeschönten Gitarrensound und einer Vorliebe für abgedämpfte Saiten, wuselt sich der Finne konsequent und stilbewusst durch seine melodisch aufreizenden Eigenkompositionen – bis zum charmanten Finish.“(swp, Jazzthing 71, 2008)