Jan Hengmith und Medi Samsami interpretieren Stücke der “Django Reinhardt” Tradition mit einem modernen Ansatz.Hätte es Franco, Hitler und den zweiten Weltkrieg nicht gegeben, wäre es in den 50er Jahren mit Sicherheit auch zu einer Annäherung der Süd- und Nord- Europäischen Musikformen gekommen, Vertreter des Flamencos hätten sich mit Vertretern der “Django Reinhardt” Musik zusammengetan. Für den Flamenco gab es dann in den 80ern einen Boom – ausgelöst u.a. durch Paco de Lucia und das Projekt “Friday Night in San Francisco” wobei unter anderem Errungenschaften des amerikanischen Jazz im Flamenco einfließen konnten, während sich die “Django Reinhardt” Musik zu einer – von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommenen – eigenständigen Musik-Gattung des europäischen Jazz entwickelte. So stellen der Jazz-Gitarrist Medi Samsami mit seinem “Pompe Manouche” und Jan Hengmith mit seinem improvisatorischen Ansatz aus der Sicht eines Flamenco-Gitarristen eine musikalische Richtung vor, die sich in den 40er und 50er Jahren hätte entwickeln können und die es dennoch nie gab.